Rolf Walser
Interview: OK-Präsident und Gesamtschulleiter über das «Speuzer Schuelfescht»
Die Produktion im Stadtsaal überzeugt nicht nur durch die begeisterte Darbietung der jungen Musikerinnen und Musiker auf der Bühne, sondern auch durch harmonische Geschlossenheit, zu der das selbst gestaltete Bühnenbild noch beiträgt.
Zofingen Als erzählerisches Gerüst dient eine lokale Sage um den Zofinger Pulverturm, die von Regisseurin Teresa Sophie Puhrer kreativ und abwechslungsreich in ein musikalisches Gesamterlebnis umgesetzt wird. Die Inszenierung wechselt zwischen eindrucksvollen Bühnenbildern wie dem Auftritt der Jugendgang, stimmstark angeführt von Flavia, herzigen Geistern oder den düster inszenierten und bravourös singenden Hexen (Rose, Alisha und Amelie) zu zauberhaften Momenten wie dem eleganten Tanz der Nachwuchs-Ballerina Helen als Musikfee und den entzückenden Kätzchen Laurien und Leonie. Musikalisch bietet der Abend kraftvoll interpretierte Musical-Hits – besonders zu erwähnen ist Ivie als Wahrsagerin mit Ensemble – von den Chorkindern gesungene Mozartarien und eine erfrischende Interpretation des «Zofinger Marsch» von WindBand, Tambouren und Patryk Grzesiura am Flügel.
Die differenziert gestalteten Chorszenen und die von den beiden Solistinnen Lou und Timea sicher und ausdrucksstark vorgetragenen Soloparts überzeugen genauso wie die schauspielerischen, tänzerischen und musikalischen Darbietungen.
Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen sind – unterstützt von der charmanten Erzählerin Fabienne Probst mit einer selbstbewussten Nachwuchs-Schauspielerin Ronja – in das Geschehen eingebunden und treten mit überraschender Selbstverständlichkeit auf die Bühne. Dieses harmonische Zusammenspiel und Miteinander aller Beteiligten trägt zum Gelingen der Aufführung bei. «De Tüfel vo Zofige» ist damit mehr als ein gelungenes Musicalprojekt – es ist ein Beispiel dafür, wie kontinuierliche und engagierte Arbeit im künstlerischen Nachwuchsbereich zu einer überzeugenden Gesamtleistung führen kann. Dass der Stadtsaal dabei gleich zweimal fast voll besetzt war, überrascht angesichts dieser Qualität kaum. Ein äussert unterhaltsamer und inspirierender Abend.
pd
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