Rolf Walser
Interview: OK-Präsident und Gesamtschulleiter über das «Speuzer Schuelfescht»
Neben interessanten Anekdoten gab Wegehaupt hilfreiche Tipps rund um die Schildkrötenhaltung. BIld: zvg
Am 7. Mai fand ein interessanter Vortrag mit einem prominenten Referenten bei den Schildkrötenfreunden Mittelland im Restaurant Rathaus in Zofingen statt.
Zofingen Der Schildkrötenkenner und Buchautor Wolfgang Wegehaupt fand den Weg vom Bodensee nach Zofingen, um uns auf eine Reise über den gesamten europäischen Mittelmeerraum von Spanien, Frankreich, Italien, über den Balkan ans Schwarze Meer, weiter nach Rumänien, Bulgarien, bis in die Türkei und nach Griechenland mitzunehmen. Wir bestaunten wunderschöne Landschaftsbilder und lauschten gespannt seinen Anekdoten. Seit bald 70 Jahren pflegt Wolfgang griechische Landschildkröten und wann immer möglich fuhr er zusammen mit seiner Frau und dem Wohnmobil in den Süden um die Tiere vor Ort zu studieren. Jahrzehntelang erlebte und dokumentierte Wolfgang die Veränderungen in den Lebensräumen und sah wie die Populationen, ausser in den teilweise noch verminten Gebieten des Balkans, langsam immer mehr zurück gingen. Es liegt vor allem an den eingeführten Wildschweinen, die die Eier ausgraben und gegen die auch der Panzer wenig ausrichten kann. So werden ganze Landstriche regelrecht leergefressen. Europäische Landschildkröten haben spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum, welche heute nur noch in entlegenen Gebieten fernab der Zivilisation zu finden sind. Diese Regionen sind mehr oder weniger bewaldet oder flächig mit Strauch- und Buschwerk überwuchert. Das sind wichtige Informationen für Schildkrötenfreunde: Das ursprüngliche natürliche Vorkommen beschränkt sich ausschließlich auf windgeschützte, sonnendurchflutete, karge, meist kalkhaltige Abschnitte mit wärmespeichernden, steinigen oder sandigen Böden. So sollten auch unsere Freilandgehege aussehen, wenn wir uns für solche Tiere entscheiden. Weitere interessante Vorträge und Informationen finden Sie auf www.sigs-mittelland.ch. Gäste sind immer herzlich willkommen.
pd
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