Marcel Kunz
Der Wm der Repol Zofingen hielt einen Vortrag zu den aktuellen Betrugsmaschen
Das 31. Gaukler- und Kleinkunstfestival verwandelte die Lenzburger Altstadt vom 14. bis 16. August einmal mehr in eine grosse Freiluft-Bühne.
Lenzburg Überall in der Altstadt bilden sich Menschentrauben. Zu hören ist eine Mischung aus Gelächter, Jubel, Applaus und gelegentlichem Raunen. Mal fliegen Keulen durch die Luft, mal balanciert jemand in schwindelerregender Höhe. Wer an diesem Wochenende durch Lenzburg schlendert, braucht keinen festen Spielplan: Die nächste Bühne ist meist nur ein paar Schritte entfernt. Zum 31. Mal hat das Gauklerfest die Altstadt in eine grosse Freiluftbühne verwandelt.
Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, von Japan über Neuseeland bis Argentinien und dem europäischen Umland, sorgten drei Tage lang für beste Unterhaltung. Als das Fest am Sonntagabend langsam zu Ende ging, wollten die Artisten genau so wenig nach Hause gehen, wie das Publikum. «Das ist so ein tolles Fest. Schade, dass das unser letzter Auftritt war», sagte etwa ein deutsches Duo unter tosendem Applaus nach ihrer Abschlussvorführung.
OK zieht positive Bilanz
Auch beim Organisationskomitee fällt die Bilanz entsprechend positiv aus. Rund 15'000 Besucherinnen und Besucher seien über die drei Festtage nach Lenzburg gekommen. Besonders gefreut habe man sich über die zahlreichen positiven Rückmeldungen sowohl aus dem Publikum als auch von den auftretenden Künstlerinnen und Künstlern. Trotz der hohen Temperaturen am Freitag und Samstag sei der Andrang gross gewesen. Viele Gäste seien zwar etwas später als üblich in die Altstadt gekommen, dafür aber, wie das OK schreibt, «sehr gut gelaunt».
Ganz ohne Improvisation ging es hinter den Kulissen aber nicht. Ein Künstler fiel kurzfristig aus, innert 24 Stunden konnte das OK jedoch Ersatz organisieren. Ansonsten sei das Festival wie geplant verlaufen. Auch grössere Zwischenfälle blieben aus. Einmal musste zwar die Ambulanz auf den Platz gerufen werden, insgesamt spricht das OK aber von einem «sehr friedlichen und schönen Gauklerfestival 2026».
Von Adrian Oberer
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