Marit Neukomm
Der Verein Volunteers for Humanity feiert sein zehnjähriges Bestehen
Über 150 Karate- und Kobudo-Praktizierende aus neun Ländern trainierten beim internationalen Sommerlager 2026 in Thonon-les-Bains. Mit dabei waren acht Mitglieder der Kampfsportschule Aarau.
Bild: zvg
Acht Mitglieder der Kampfsportschule Aarau nahmen am internationalen Karate- und Kobudo-Sommerlager in Thonon-les-Bains (F) teil. Über 150 Kampfsportlerinnen und Kampfsportler aus neun Ländern kamen dort zusammen. Für den Unterentfelder Ibrahim Tageldin endete die intensive Trainingswoche mit einem besonderen Erfolg.
Vom 27. Juli bis 1. August 2026 trafen sich in Thonon-les-Bains am Genfersee über 150 Kampfsportlerinnen und Kampfsportler aus neun Ländern zum internationalen Sommerlager der World Oshukai Federation (WOF). Mit dabei waren acht Mitglieder der Kampfsportschule Aarau, die während der gesamten Woche intensiv Kobudo trainierten.
Kobudo ist eine traditionelle Kampfkunst, die wie Karate von der japanischen Insel Okinawa stammt und das Training mit verschiedenen asiatischen Waffen umfasst. Neben bekannten Geräten wie Nunchaku, Sai, Tonfa und Kama wurde in Thonon-les-Bains auch mit seltener zu sehenden Waffen wie dem dreiteiligen Nunchaku (Sansetsukon), dem Eku – einem Ruder – oder dem Tekko (Schlagring aus Okinawa, Japan) trainiert.
Die meisten dieser Waffen waren ursprünglich landwirtschaftliche Geräte oder Werkzeuge, die damals von den Bauern und Fischer zu Waffen umfunktioniert wurden, um sich gegen die besetzenden Samurais auf Okinawa verteidigen zu können.
Unter der Leitung erfahrener internationaler Lehrer - alles langjährige Karate- und Kobudo-Instruktoren - wurde täglich in verschiedenen Leistungsstufen an Technik und Präzision gearbeitet. Einen wichtigen Teil bildete auch die praktische Anwendung der Techniken mit Trainingspartnern.
Auch nach dem offiziellen Programm wurde weitertrainiert. An den Nachmittagen trafen sich die Schweizer unter den schattenspendenden Bäumen zum gemeinsamen Üben. Michael Waldmeier, Leiter der Aarauer Gruppe und Head-Instruktor der Kampfsportschule Aarau, und Franco Arnold, Schweizer Kobudo-Landesleiter der World Oshukai Federation, brachten dabei ihre Erfahrung ein. Gemeinsam wurden Techniken wiederholt, ausprobiert und an Details gefeilt.
Einen besonderen Erfolg durfte Ibrahim Tageldin aus Unterentfelden feiern. Der Aarauer Kampfsportler bestand während des Sommerlagers erfolgreich die Prüfung zum Schwarzgurt 1. Dan im Kobudo der World Oshukai Federation (WOF). Tageldin ist bereits Blackbelt im Jiu-Jitsu und trägt nun auch im Kobudo den schwarzen Gürtel.
Für die Aarauer Teilnehmenden ging damit eine intensive Woche mit vielen neuen technischen Impulsen und internationalen Begegnungen zu Ende. Mit viel neuem Trainingsstoff und entsprechender Motivation kehrte die Gruppe nach Aarau zurück.
Die Kampfsportschule Aarau besteht seit 1991 und gehört zu den etablierten Karate- und Kampfsportschulen der Region. Neben Karate für Kinder, Bonsai-Kinder, Jugendliche und Erwachsene wird auch Kobudo unterrichtet. Die Schule wurde von der Swiss Karate Federation (SKF), offizieller Karate-Dachverband der Schweiz, mehrfach mit dem Swiss Leading Karate Dojo Award ausgezeichnet.
pd
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